Arbeit im digitalen Wandel

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Dienstag, 20. September 2016

Arbeit im digitalen Wandel

Noch bis Ende November mitmachen beim Onlinedialog

Smartphone, Laptop, Videokonferenz: die Digitalisierung kommt immer mehr im Arbeitsalltag an. Doch wie lassen sich digitaler Wandel und die Grundsätze guter und fairer Arbeit in Einklang bringen? Das NRW-Arbeitsministerium ist gespannt auf Ihre Erfahrungen und Ideen und hat daher einen Onlinedialog gestartet.

Thomas Franz arbeitet für ein modernes Unternehmen. Man ist jederzeit und überall erreichbar und E-Mails werden gern auch nochmal nachts um 23.00 Uhr beantwortet. Nicht weil man es muss, sondern weil man es ja kann.

Ist das unsere Zukunft? Oder könnte der Arbeitsalltag im digitalen Zeitalter nicht vielmehr so aussehen: Homeoffice-Arbeitsplätze helfen, Privatleben und Arbeit besser unter einen Hut zu bekommen. Durch Online-Kommunikationsplattformen bekommt man Inspiration und Ideen, die  bei der  Arbeit weiterhelfen. Zudem ist schneller Austausch mit  KollegInnen, Vorgesetzten, Kunden oder dem Betriebsrat möglich. „Durch die Digitalisierung ändert sich gerade überall im Land die Art und Weise, wie wir arbeiten und produzieren“, sagt Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Rainer Schmeltzer. „Und das bietet uns die historisch einmalige Chance, Arbeits- und Produktionsprozesse neu zu gestalten: gesünder, altersgerecht und effizienter sowie besser vereinbar mit dem Privatleben.“ Um diese Chance nutzen zu können, setzt das NRW-Arbeitsministerium auf  die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb hat das MAIS einen Onlinedialog gestartet. Noch bis Ende November 2016 können alle Interessierten ihre Gedanken und Ideen rund um „Gute und faire Arbeit im digitalen Wandel“ einbringen.

Der Onlinedialog: Was steckt dahinter?

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich zu beteiligen. In der Rubrik „Stimmungsbild“ können die User ganz frei Kommentare oder Erfahrungsberichte zum Thema abgeben. Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Arbeitsorganisation, die Aus- und Weiterbildung oder die Mitbestimmung und Führung im Unternehmen aus? „Jeder Kommentar hilft uns, ein besseres Bild von den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Beschäftigten und die Unternehmen im Land zu bekommen“, erklärt Patricia Schmidt, Referentin im Fachreferat für Modernisierung der Arbeit. „So können wir bei Bedarf mit geeigneten Maßnahmen darauf reagieren.“

Zweite Möglichkeit: Wer bereits eine ganz konkrete Idee zur Gestaltung von guter und fairer Arbeit in Nordrhein-Westfalen hat, kann diese im „Marktplatz der Ideen“ eintragen. Daraus kann sich durchaus ein Netzwerk entwickeln, um etwa Mitwirkende für Zukunftsprojekte zu finden.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Nach Abschluss des Dialogs werden alle Vorschläge und Kommentare ausgewertet. Auch die Ideen aus der Auftaktveranstaltung „Arbeit 2020“ am 1.September 2016 in Neuss fließen in die Auswertung ein. Zudem soll es regionale „Ideenlabore“ geben. Dort  geht es darum, verschiedene Akteure aus der Arbeitswelt – z.B. Auszubildende, Gewerkschafter oder Vertreter der Industrie- und Handelskammern – zusammenzubringen und gemeinsam mit ihnen das Thema weiterzuentwickeln.

Aus den vielen Anregungen und Vorschlägen soll eine „Ideenlandkarte 4.0 für Nordrhein-Westfalen“ entstehen. Dort kann man sich dann gezielt ansehen, wie die Akteure in den verschiedenen  Regionen des Landes über das Thema „Arbeit im digitalen Wandel“ denken und welche regionalen Lösungsansätze  es in Bezug auf die Digitalisierung gibt. Durch die Mithilfe vieler Bürgerinnen und Bürger soll so ein Wegweiser für Unternehmen und Beschäftigte, Politik und Gesellschaft entstehen. Thomas Franz hat den Anfang gemacht. Das Arbeitsministerium freut sich auf viele weitere Ideen und Kommentare.

Zum Onlinedialog Arbeit 4.0 

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