Barcamp Offene Kommunen 2018: CIO ehrt OK.NRW für ihr Engagement

Barcamp Offene Kommunen.NRW
Montag, 26. November 2018

Barcamp Offene Kommunen 2018: CIO ehrt OK.NRW für ihr Engagement

Open Government Award, Digitalstrategie NRW, Open-Data-Gesetz – Offene Diskussionen beim Barcamp in Wuppertal

Was ist die Vision für ein NRW mit Open-Data-Gesetz? Wie könnte ein Open Government Award aussehen? Und wie verankern wir Open Government in der Digitalstrategie.NRW? Antworten auf diese Fragen diskutierte die Open.NRW Geschäftsstelle auf dem Barcamp in Wuppertal.

Zum achten Mal fand am Wochenende vom 17. auf den 18. November das Barcamp von Offene Kommunen.NRW (OKNRW) in der Bergischen Volkshochschule Wuppertal statt. Beim jährlichen Klassentreffen der Open Government Community kamen rund 100 Interessierte aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um sich über den aktuellen Status von Open Government in NRW auszutauschen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Hartmut Beuß, CIO des Landes Nordrhein-Westfalen, hatte zudem noch eine Überraschung im Gepäck. Im Namen des Landes ehrte er die Mitglieder des Vereins OKNRW für ihr herausragendes und langjähriges Engagement im Bereich Open Government.

Nach dieser besonderen Ehrung ging es, wie für ein Barcamp üblich, mit der Sessionplanung los. Dank vieler aktiver Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren die Moderationswände schnell mit Sessionthemen gefüllt. Der Fokus des Barcamps lag in diesem Jahr auf dem Thema „Lernende Stadt“. Doch neben Sessions zur digitalen Teilhabe oder Civic Tech gab es auch zahlreiche Angebote zu anderen Themen rund um Open Government. Die Open.NRW Geschäftsstelle selbst bot drei Sessions zum Thema an.

Open-Government-Award-Werkstatt

Von der Community für die Community – ganz im Sinne des Open Governments, widmete sich die erste Session von Open.NRW der gemeinsamen Entwicklung von Ideen, Kriterien und Strukturen eines Open Government Awards. Der Award wurde im Open Government Pakt definiert und soll 2019 zum ersten Mal verliehen werden. An drei Thementischen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Session, was überhaupt auszeichnungswürdig ist, welche Kriterien wichtig sind und wie ein nutzerfreundliches Einreichungs- und Nominierungsverfahren aussehen könnte. Die Diskussion lässt sich im Barcamp-Tool nachlesen. Die Ergebnisse fließen nun in die weitere Entwicklung des Awards ein.

Open Government in der Digitalstrategie.NRW

Was braucht es noch für ein erfolgreiches Open Government? Mit dieser Frage und einigem Input von der Digitalkonferenz, die Ende Oktober in Düsseldorf stattfand, eröffnete die Open.NRW Geschäftsstelle ihre zweite Session des Tages. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutierten sie Aspekte, die auf der Digitalkonferenz priorisiert wurden, ergänzten und schärften sie. So beschäftigte sich die Gruppe unter anderem mit der besseren Einbindung von Kommunen und dem Thema Bürgerbeteiligung. Aber auch mögliche Ansätze, um einen Kulturwandel innerhalb der Verwaltung hin zu mehr Offenheit und Transparenz anzustoßen, wurden diskutiert. Wer sich für die Dokumentation der Session interessiert, sollte ebenfalls ein Blick in das Barcamp-Tool werfen.

Vision: Ein Open-Data-Gesetz für NRW

Mit der dritten Session knüpfte Open.NRW an eine Session im Vorjahr an, bei der über Wünsche und Ideen für einen Gesetzesentwurf zum Thema Open Data diskutiert wurde. Zu Beginn gab die Geschäftsstelle ein kurzes Update: Das Open-Data-Gesetz wird Teil des E-Government-Gesetzes sein, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Um Ideen und Anliegen der Community und der Zivilgesellschaft in den Gesetzesentwurf zu berücksichtigen, ist für die Zukunft neben einer Verbändeanhörung auch eine Online-Konsultation geplant.

In der Session selbst wurde schon einmal ein Blick in die Zukunft geworfen: Wo wollen wir mit dem Open-Data-Gesetz eigentlich hin und was müssen wir bei der Umsetzung bedenken? Die Teilnehmenden waren sich einig: Open-Data-Angebote sollen einer breiten Öffentlichkeit bekannt und zugänglich sein. Außerdem sollen die Datenerhebung und der Datenaustausch effizienter, leichter und kostengünstiger werden. Zum Schluss der Session resümierte die Geschäftsstelle, dass noch viel zu tun sei. Insbesondere das Wissen zu offenen Daten und die Bekanntheit müsse gefördert werden – sowohl in der Zivilgesellschaft als auch in der Verwaltung selbst.

Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sessions, für den vielfältigen Input. Er wird helfen, die Konzepte für den Open Government Award, die Digitalstrategie.NRW und das Open-Data-Gesetz weiter auszuarbeiten und zu verbessern. Natürlich werden wir Sie hier über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Eine Dokumentation aller Sessions gibt es im Barcamp-Tool.

 

Autorin: Sarah Stuberg
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