Sie sind hier

Daten jonglieren für Einsteigerinnen

Gespeichert von Nilüfer Ünsal-Kan am 07. März 2017
Frauenworkshop
Dienstag, 07. März, 2017 – Daten jonglieren für Einsteigerinnen
Zum 3. Mal findet dieses Jahr der Hackday im Moerser Rathaus statt. Am 18. und 19. März 2017 wird wieder gemeinsam gehackt, gebaut und gelernt. Im Rahmen des Hackdays findet vorher an vier Freitagen ein Workshop für Frauen und Mädels statt: Daten jonglieren für Einsteigerinnen. Wir waren beim ersten Workshop dabei und haben viel gelernt.
1 Bewertung
 
Von: 
Marie Jansen

Bei den Hackdays in Moers sind die männlichen Datenjongleure meist überrepräsentiert. „Wie kriegen wir die Frauen und Mädels zum Hackday? Wir machen einfach ein extra Angebot für Frauen und Mädels“, dachte sich Claus Arndt, Leiter der Stabstelle Zentrales E-Government der Stadt Moers. So können die Teilnehmerinnen das Gelernte aus den Workshops direkt beim Hackday am 18. und 19. März 2017 ausprobieren und anwenden.

An vier Freitagen vor dem Hackday, von 18 bis 21 Uhr, finden die Workshops statt. Mal geht es um verschiedene Visualisierungstypen, mal wird ganz viel ausprobiert und auch gemeinsam programmiert. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Spaß und das gemeinsame Lernen, egal ob Anfängerin oder schon etwas weiter fortgeschritten. Die Workshopreihe bietet gezielt Frauen und  Mädchen den leichten Einstieg in die Datenwelt. „Das macht nicht nur Spaß, sondern bietet auch eine Starthilfe für Bürgerinnen, die sich engagieren, sich und andere informieren und dazu das Angebot an offenen Daten nutzen möchten“, so Claus Arndt. Unterstützt wurde die Workshopreihe durch die Landesregierung (Danke an das Referat #DigitaleGesellschaft und #Medienkompetenz der Staatskanzlei NRW).

Tag 1 – Einstieg: Was sind Daten? Was kann man damit machen?

Beim ersten Workshop zeigte sich, dass nicht nur junge Mädels mit Interesse kamen, sondern die Neugierde über Daten auch bei den älteren Teilnehmerinnen groß war. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einer ersten Datenerhebung wurde erklärt, welche Daten- und Visualisierungstypen es eigentlich gibt. Nicht unwichtig ist natürlich auch die Frage, woher man offene Daten bekommt, bspw. auf einem Datenportal, wie Open.NRW. Die Mädels und Frauen lernten erste Tools zur Datenvisualisierung kennen und bearbeiteten damit bereits die gemeinsam erhobenen Daten.

Tag 2 – Programmieren für Anfängerinnen: Datenanalyse mit R

Aufbauend auf das Gelernte vom ersten Tag, bekamen die Teilnehmerinnen beim zweiten Termin eine Einführung in die Programmiersprache „R“ und das Programm „RStudio“. In kleinen und einfachen Schritten wurden die Basics der Sprache vermittelt und bereits simple Befehle gemeinsam getestet. Am Ende des Tages wurden bereits einfache Rechnungen und Grafiken umgesetzt. Der Grundstein zum Programmieren wurde gesetzt und das Interesse bei allen geweckt.

Journocode

Der Workshop wird von Kira Schacht von Journocode durchgeführt. „Es ist schön zu sehen, wie viele Ladies Interesse und Spaß daran haben, Daten zu jonglieren. Für mich als Datenjournalistin gehört das zum Alltag, und es freut mich sehr, meine Erfahrungen im Workshop weiter zu geben. Schließlich sind Daten überall, und der Umgang damit ist für jede*n wichtig“, sagt Kira Schacht und erklärt warum sie so Spaß an Daten hat und ihr Wissen weitergibt.

Journocode ist eine Initiative aus Dortmund, gegründet von Journalisten, Designern und Informatikern, die gemeinsam datengetriebenen Journalismus vorantreiben (Data Driven Journalism), sich austauschen und Projekte durchführen. Unter anderem findet man auf www.journocode.com auch so nützliche Informationen, wie eine Sammlung aller Datentools.

Wir freuen uns schon auf´s nächste Mal, wenn wieder programmiert wird und Websites mit HTML, CSS und JavaScript gemeistert werden.