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Open Government auf die Straße bringen

Gespeichert von M.Jansen am 06. Dezember 2016
Offene Kommunen NRW 2017
Dienstag, 06. Dezember, 2016 – BarCamp Offene Kommunen.NRW in Wuppertal am 12. und 13. November – Open.NRW war dabei!
Am 12. Und 13. November 2016 war es wieder soweit: Die Veranstaltung Offene Kommunen.NRW (OKNRW) hat zum nunmehr sechsten Mal die Bürgerinnen und Bürger in ihren Bann gezogen. Dreh- und Angelpunkt der lebhaften Diskussionen in der Bergischen Volkshochschule Wuppertal war diesmal das Thema „Mehr Verkehr!“. Der Zusammenhang mit offenen Kommunen liegt auf der Hand: Wie können Kommunen durch Transparenz, Dialog, Kooperation und durch zukunftsfähige Mobilitätsprojekte den Verkehr von morgen gestalten?
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Ganz im Sinne der Open.NRW Strategie zielte die Veranstaltung auf die Erhöhung von politischer Transparenz ab. Natürlich war auch die Meinung der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Mit ihren wertvollen Beiträgen konnten sie viele Impulse für die Willensbildung von Politik und Verwaltung setzen. Dieses Jahr ging es darum, wie durch offene Daten im Bereich Mobilität und Verkehr neue Serviceangebote entwickelt werden können und welchen Beitrag die Community dabei leisten kann.

Die Community

Man kann an dieser Stelle bewusst von Community sprechen, denn unter den Teilnehmenden fanden sich nicht nur engagierte Bürgerinitiativen, Partizipationsanhänger und Verwaltungsangestellte. Dem Ruf der Fakten, Daten und Zahlen folgten eben auch Computerbegeisterte und Digital Natives. Auf der Suche nach dem gemeinsamen Nenner der Teilnehmenden wurde man schnell fündig: Motivation ist stets der Wille, am Prozess der digitalen Transformation gestalterisch teilzunehmen.

Schließlich hat die Digitalisierung enormes Potential, um die Selbstverwaltung, Selbstorganisation und auch die demokratischen Prozesse der Kommunen zeitgemäß weiterzuentwickeln. #OKNRW bewies: In den richtigen Händen stellen Informationstechnologie ein nicht zu unterschätzendes Update für die Kommunen dar.

Auf den Straßen NRW’s

Die Liste der Themen, die den Verkehrsinteressierten unter den Nägeln brennen, ist lang. Grundsätzlich zerbrach man sich allerdings darüber den Kopf, wie die Ideen „auf die Straße bringt“. Wie lassen sich etwa die durch öffentliche Verkehrsmittel gesammelten Daten auf andere Mobilitätskonzepte übertragen? Sind sie nutzbar, um das eigene Autofahren nachhaltiger und effizienter zu gestalten?
Durch das sogenannte BarCamp Format legte das Publikum die Themen am eigentlichen Tag der Veranstaltung selbst fest. Frei nach dem Konzept der Partizipation konnte jede und jeder eine Session vorschlagen, für die sich Interessierte anmelden durften – egal, ob zum Thema Parkplatzfinder, Quartiersplanung, App-Programmierung oder Stau- und Baustellenmelder. Auch die Kommunalverwaltung kam auf ihre Kosten und konnte sich bei Workshops erklären lassen, wie Daten aufbereitet sein müssen, damit Technikaffine etwas damit anfangen können.

Open.NRW mit zwei eigenen Sessions vertreten

Gleich mit zwei Sessions waren auch wir von Open.NRW mit von der Partie. Dr. Björn Fleischer aus der Geschäftsstelle Open.NRW hat sich der Herausforderung angenommen und unsere Themen mit ins BarCamp eingebracht. In der ersten Session ging es beim Open Government Pakt und dem Open Knowledge Round Table zur Sache. Dabei wurde nicht nur die Umsetzung des Open Government Pakts unter die Lupe genommen sondern auch viele Ideen generiert, wie man die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft noch ausbauen könnte. Da der Open Government Pakt die Gründung eines Expertennetzwerks vorsieht, in dem Wissen und Erfahrung ausgetauscht, verwaltungsübergreifend zusammengearbeitet und der Austausch zwischen Verwaltung und Öffentlichkeit ausgebaut werden sollen, war uns der Austausch hierzu besonders wichtig.

Kurz zum Hintergrund des Open Government Pakts: partnerschaftlich und auf Augenhöhe soll die Idee des Open Government in NRW umgesetzt werden. Insgesamt wurden fünf Kooperationsbereiche ausgearbeitet, die es nun auszugestalten gilt: Zusammenarbeit, Transparenz, Beteiligung, technische Ausrichtung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Geschäftsstelle Open.NRW koordiniert dabei, die aus der Rahmenvereinbarung resultierende Zusammenarbeit, und informiert regelmäßig über den Stand der Umsetzung. Ebenfalls wurde in der Session das Konzept des Open Knowledge Round Tables vorgestellt, bei dem gemeinsam mit den OK Labs in NRW in informellen Treffen gemeinsam an kreativen Ideen zur Öffnung von Wissen und Zugängen von Wissen für die Öffentlichkeit gearbeitet wird.

Die zweite Session beschäftigte sich mit der Architektur von E-Partizipationswerkzeug. Vorgestellt und diskutiert wurde in dieser Runde die Erarbeitung eines Schriftstücks, welches als Referenzarchitektur für Verfahren der E-Partizipation dient und die Verwaltung zukünftig dabei unterstützt, qualitativ hochwertige Verfahren der Durchführung digitaler Öffentlichkeitsbeteiligung ein- und umzusetzen. Dank der verschiedenen Perspektiven der Session-Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten wir spannende Anregungen mitnehmen und gemeinsam einen Blick in die mögliche Zukunft der Beteiligungsmöglichkeiten werfen.

Danke und bis nächstes Jahr

Voller positiver Eindrücke, vor kreativer Ideen sprudelnder Köpfe und mit dem Gefühl, Open Data und Open Government tatsächlich auf die Straße gebracht zu haben, blicken wir auf das BarCamp OKNRW in Wuppertal zurück. Danke an die tolle Initiative – wir freuen schon auf nächstes Jahr!