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Open.NRW veröffentlicht Bericht zur Zukunft des Open Government

Gespeichert von Nilüfer Ünsal-Kan am 31. Mai 2017
Expertenhearing
Mittwoch, 31. Mai, 2017 – ExpertInnen identifizieren aktuelle Entwicklungen und zukünftige Trends
Welche Entwicklungen lassen sich rund um das Thema Open Government beobachten? Wie sind bisherige Erfahrungen und Erkenntnisse einzuordnen und was folgt daraus für die Weiterentwicklung von Open Government? Im Forsight-Bericht richtet Open.NRW gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten den Blick in die Zukunft.
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Von: 
Margret Hornsteiner

Rund vier Jahre nach dem Beschluss der Open.NRW-Strategie durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalens und der Umsetzung von über 70 Pilotprojekten in den Bereichen Open Data, Partizipation und Zusammenarbeit, ist es an der Zeit, das Erreichte einzuordnen und den Blick in die Zukunft zu richten.

Expertendialog und Expertenhearings

Hartmut Beuß, CIO des Landes Nordrhein-Westfalens, hat gemeinsam mit der Geschäftsstelle Open.NRW 15 renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft eingeladen, um über den aktuellen Stand und die Zukunft des Open Government nachzudenken. Zwei Anhörungen ermöglichten dabei einen offenen und konstruktiven Austausch über Disziplin- und Ländergrenzen hinweg. Der Foresight-Bericht bringt nun die Ergebnisse dieser Diskussionen zusammen.

Dimensionen des Open Government

Mit Blick auf Open Government als Ganzes identifizierten die Expertinnen und Experten verschiedene Dimensionen. So sei Open Government vor allem ein Werkzeug für Verwaltungsreform, das stärker nach innen als nach außen wirke. Durch die Öffnung von Wissen und den verbesserten und effizienteren Austausch von Daten und Informationen innerhalb der Verwaltung würden neue Ansätze der Politikgestaltung möglich. Um die verwaltungsinternen Potentiale nutzbar zu machen, brauche es jedoch ein umfassendes Veränderungsmanagement und ein Anreizsystem, das Ressortlogiken überwindet. Die Experten waren sich zudem darin einig, dass die Entwicklung digitaler Anwendungen und E-Government-Angebote durch Methoden der offenen Innovation stärker an der Lebenswelt der Nutzerinnen und Nutzer ausgerichtet werden müsse.

Rahmenbedingungen und strategische Herausforderungen

Mit Blick auf die drei Themenfelder Open Data, Partizipation und Zusammenarbeit nahmen die Expertinnen und Experten auch eine Einordnung der aktuellen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen vor. Der Bericht skizziert außerdem eine Reihe diskutierter Beispiele aus der Praxis, wie die „Presidential Innovation Fellows“ des Weißen Hauses, Initiativen wie „Code for America“, „Code for Germany“ oder Beteiligungsplattformen wie die „BOB SH“.
Ausgehend von diesen Beobachtungen identifizierten die Experten zentrale strategische Herausforderungen.
Dazu zählen unter anderem:
   • bessere Vermittlung des internen Nutzens von Open Data in der Verwaltung
   • mehr Rechtssicherheit und eine verbindliche Verankerung des Prinzips „Open by Default“
   • systematisches Monitoring und prozessspezifische Evaluierung von Beteiligungsverfahren
   • größerer Raum für offene Innovation in der Verwaltung.

Mehr zur Zukunft des Open Government im Foresight-Bericht.