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„Was haben Denkmäler, eine grüne Box und Baustellen gemeinsam?“

Gespeichert von M.Jansen am 04. November 2016
Open.NRW Kongress Forum 1 Open Data
Freitag, 28. Oktober, 2016 – Forum 1 - Open Data
Die Antwort mag verwundern. Denn das verbindende Element sind Daten. Nutzenstiftende, offene Daten, die den Alltag für viele Bürgerinnen und Bürgern und auch die Arbeit in der Verwaltung leichter machen können. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich davon im Forum „OpenData“ des Open.NRW Kongresses selbst überzeugen – und die vielfältigen Anwendungsgebiete offener Daten kennenlernen.
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Von: 
Dominique Bielen

Zum Beispiel anhand des Projektes „SenseBox“ der Universität Münster, vorgestellt von Thomas Bartoschek. Im Kern: eine kleine grüne Box, die im Live-Einsatz während des Kongresstages Umweltdaten sammelte und damit zeigte, wie einfach man selbst Daten erfassen und weitergeben kann. Thomas Bartoschek betonte: „Unsere Leitidee ist „Do it yourself“- jeder kann mit einfachsten Mitteln Daten generieren und weitergeben und somit eine offene Infrastruktur schaffen.“

Offene Daten in der Verwaltung

Daneben verdeutlichten Jochen Dodt und Benno Hense vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehrs NRW, den praktischen Mehrwert offener Daten in den Verwaltungen und Kommunen. „OpenData hilft uns dabei, Daten zu vereinheitlichen und somit für alle leicht zugänglich zu machen,“ so Dodt. „Insbesondere die Verknüpfung ist wichtig. Mithilfe dieser Daten können wir beispielsweise Verkehrsträger sinnvoll verknüpfen und dynamisch machen. Nur jemand, der sich darauf verlassen kann, dass die Wegzeit richtig angezeigt wird, ist auch ein entspannter Teilnehmer oder Teilnehmerin im Straßenverkehr,“ verdeutlichte Benno Hense in seinem Vortrag zum Thema Verkehrsdaten.

Große Zusammenhänge erforschen mit Hilfe von Open Data

Im Anschluss an die Kurzpräsentationen wurde im Werkstattgespräch die Möglichkeit genutzt, im direkten Vergleich unterschiedlicher Fachrichtungen Open- Data-Erfahrungen und Ziele auszutauschen. Hierbei betonten Nadja Wilker vom Fortschrittskolleg Online-Partizipation und Bettina Kelz aus dem zdi Netzwerk, wie wichtig offene Daten vor allem für die Wissenschaft sind, um große Zusammenhänge überhaupt erst erforschen zu können. „Wir müssen Bürger und Bürgerinnen in die Gewinnung von Daten mit einbeziehen. Als Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen brauchen wir ebenso wie die Verwaltung offene Daten um arbeiten zu können,“ betonte Wilker.

Deutlich wurde auch: Es sind vor allem zwei Komponenten, die für den nutzenstiftenden Umgang mit Open Data entscheidend sind. Zum einen die Qualitätssicherung der Daten. „Nicht die Quantität – sondern die Qualität der Daten ist wichtig,“ erklärt Ernesto Ruge, einer der Gewinner des 2. NRW Hackathons. Zum anderen seien die die Vernetzung der Community untereinander entscheidende Stellschrauben. Mit Blick in die Zukunft bedeute dies, so waren sich die Experten einig: Nur mit Hilfe einer zentralen Plattform und Anlaufstelle können Qualität und Verfügbarkeit von Open Data sichergestellt werden und unterschiedliche Akteursgruppen vernetzt werden. Denn die Open Data Community wächst rasant – und Open.NRW wirkt hier als erfolgreicher Katalysator.