Der lange Weg zu Open.NRW

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Donnerstag, 26. Februar 2015

Der lange Weg zu Open.NRW

Dialogwerkstätten, Klausurtagungen und viele Gespräche mit Ministerien, Bund und Kommunen. Seit der Verabschiedung der Open.NRW-Strategie ist viel passiert. Mit Erfolg - am 16. März startet das Open.NRW Portal.

Will man eine Strategie umsetzen, die Offenheit und Transparenz zum Ziel hat, erscheint nichts naheliegender, als auch bei der Umsetzung der Strategie offen zu sein. Deshalb hat das Team der Open.NRW Geschäftsstelle im Juni 2014, direkt nach der Verabschiedung der Strategie, interessierte Bürgerinnen und Bürger, Open Data Experten, Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen und Politiker zu einer Dialogwerkstatt eingeladen. Die vielen interessanten Ideen und Gespräche haben Open.NRW ein großes Stück weitergebracht.

Protokoll zur ersten Dialogwerkstatt Open.NRW

Rechtliche und finanzielle Hürden

Bevor die Ideen aber konkret umgesetzt werden konnten, mussten einige Hürden überwunden werden. So konnte im August 2014 eine Befreiung von der Haushaltssperre für die Umsetzung der Open.NRW-Strategie erreicht werden. Auch rechtliche Grenzen wurden gelockert. Auf einer Sitzung im Oktober beschloss der Bund-Länder-Arbeitskreis „Presse, Publikationen, Marketing“, der für das gemeinsame Informationsangebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zuständig ist, die Regionaldatenbank und den Regionalatlas ab Anfang 2015 unter der „Datenlizenz Deutschland-Namensnennung - Version 2.0 “ zu veröffentlichen. Dies hat es dem Open.NRW Team ermöglicht, die Daten der amtlichen Statistik aus NRW zu erschließen und zum Start des Open.NRW Portals als Open Data anzubieten. Im Dezember hat der Landtag im Haushaltsgesetz 2015 erstmals verankert, dass Daten kostenfrei abgegeben werden können, soweit dem nicht andere gesetzliche Regelungen entgegenstehen .

Viele Gespräche mit Bund und Kommunen

Die Open.NRW-Strategie sieht eine Kooperation mit den Kommunen in Nordrhein-Westfalen vor. In diesem Sinne hat die Open.NRW Geschäftsstelle mit den Kommunalen Spitzenverbänden im September 2014 die Gründung einer AG Open Government verabredet, um eine Rahmenvereinbarung mit gemeinsamen Zielen und Maßnahmen zu erarbeiten. Diese AG Open Government hat im März 2015 das erste Mal getagt und sich auf einen ersten groben Fahrplan geeinigt.
Auch bei dem Besuch des Barcamps der Offenen Kommunen im November 2014 wurde die Open.NRW-Strategie vorgestellt. Auf Bundesebene beteiligt sich das Land Nordrhein-Westfalen seit Dezember 2014 finanziell an GovData, dem bundesweiten Open Data Portal.

Teamaufstellung innerhalb der Landesverwaltung

Eine Teamaufstellung muss nicht nur beim Fußball gut durchdacht sein. Auch eine Open.NRW-Strategie braucht ein starkes Team, das alle Bereiche abdeckt. Deshalb wurde im Ministerium für Inneres und Kommunales zunächst einmal eine Geschäftsstelle geschaffen, die sich ministerienübergreifend um die Umsetzung der Strategie, als auch die Öffentlichkeitsarbeit für Open.NRW kümmert. Sie besteht aus einem Leiter der Geschäftsstelle, einem Projektmanager und einer Onlineredakteurin für das Open.NRW Portal.

Jedes Ministerium hat außerdem einen Ansprechpartner/eine Ansprechpartnerin benannt, die sich um die Umsetzung der Open.NRW-Strategie sowohl im Ministerium als auch im nachgeordneten Bereich kümmern. Das Team steht und nach vielen Treffen, Klausurtagungen und Telefonaten entwickelt sich ein gemeinsames Verständnis zur Umsetzung der Open.NRW-Strategie. Der Start des Open.NRW Portals am 16. März 2015 ist der erste große Meilenstein. Das Open.NRW Team geht damit aber noch längst nicht vom Platz. Das ist erst der Anpfiff für viele weitere Herausforderungen.

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