Pilotprojekt Kommunales Open Government in NRW

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Tuesday, 28. August 2018

Pilotprojekt Kommunales Open Government in NRW

Zehn Kommunen in Nordrhein-Westfalen wurden im Rahmen des Pilotprojektes Kommunales Open Government in NRW ausgewählt und zeigen mit ihren Projekten, wie Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit durch offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln praktisch umgesetzt werden kann. Mit einer bunten thematischen Mischung und innovativen Ansätzen waren von der Großstadt bis hin zur kleinen Gemeinde unterschiedlich große Gemeinden sowie Gemeindeverbände aus ganz NRW vertreten.

Die Erkenntnisse und Learnings des Pilotprojekts wurden in einem Leitfaden zusammengefasst und aufbereitet. Um auch den Austausch zwischen den geförderten Projekten zu stärken, fanden Workshops mit den Projektverantwortlichen sowie Vertretern der Landesregierung und der kommunalen Spitzenverbände in NRW statt. Der nachfolgende Film, der im Rahmen des Abschlussworkshops im Februar 2018 entstanden ist, gibt Einblicke in die Pilotprojekte und zeigt, wie kommunales Open Government in NRW umgesetzt werden kann.

Abschlussworkshop Kommunales Open Government

07.06.2018

Alle Projekte kurz vorgestellt

Stadt Münster: Lebenslage Familie

Dass Münster eine sehr lebenswerte Stadt ist, weiß jeder, der die westfälische Metropole bereits besucht hat. Um das Leben in Münster mithilfe offener Daten noch lebenswerter zu gestalten, hat die citeq, IT-Dienstleister der Stadt Münster, das Projekt »Lebenslage Familie« ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Pilotprojektes kooperierten citeq und Stadtverwaltung mit der lokalen Tech-Szene und der Stadtgesellschaft, um gemeinsam familienrelevante Daten und Bedarfe zu identifizieren. Mit der Bereitstellung von Open Data der Stadt und der Beteiligung an einem Hackathon wurde die Nutzung und Weiterverarbeitung der städtischen Daten in Form von Apps und Co. vorangetrieben.

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Stadt Köln: Daten für die Stadt – Civic Tech als neues Kollaborationsmodell

Luftqualität und Luftschadstoffe sind populäre Themen in Großstädten wie Köln. Unter dem Motto #DatenFuerDieStadt ging die Stadt Köln im Rahmen des Pilotprojektes neue Wege und initiierte ein Kollaborationsprojekt, in dem Verwaltung, Zivilgesellschaft, Open Data Community und Wissenschaft gemeinsam daran arbeiteten, mithilfe von Stickstoffoxid-Sensoren Daten zur Luftqualität der Stadt zu erheben. Im Sinne von Civic Tech wurden durch das Engagement der Zivilgesellschaft an unabhängigen Messstationen Daten gewonnen, die als offene Daten auf dem Kölner Open Data Portal veröffentlicht wurden und so einen nachhaltigen Mehrwert für die Allgemeinheit generieren.

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kdvz Rhein-Erft-Rur: Transparenzportal für Gremiendaten nach OParl-Standard

Aktuelle Informationen über kommunale Gremienentscheidungen – direkt aus städtischer Quelle. Mit »Politik bei uns« wurde im Rahmen des Pilotprojektes »Kommunales Open Government in NRW« unter Federführung der kommunalen Datenverarbeitungszentrale (kdvz) Rhein-Erft-Rur in Zusammenarbeit mit der Open Knowledge Foundation e.V. (OKF) zum ersten Mal ein interkommunales Transparenzportal für Gremiendaten geschaffen, auf dem Kommunen ihre Daten und Dokumente nach dem Standard OParl veröffentlichen können. Die Idee dahinter: Politik vor Ort transparent machen und eine lebendige, faktenorientierte Demokratie mitgestalten.

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Südwestfalen IT: Südwestfalen erleben mit Zahlen, Daten, Fakten

Wälder, Talsperren, Naturparks – Die Region Südwestfalen ist reich an sogenannten »Points of Interests« (POI). In Südwestfalen pflegten bislang mehr als 50 überwiegend kleine Kommunen in unterschiedlichsten Datenbanken Einträge zu POI. Gemeinsam mit dem Partner Sauerland Tourismus e.V. hat die Südwestfalen IT (SIT, ehemals KDVZ Citkomm) sich dieser Herausforderung gestellt und Datenbestände aus der Region auf einer zentralen Open Data Plattform gebündelt. Ziel war es, neben der technischen Lösung, Mehrwerte offener Daten für die eingebundenen Verwaltungen erlebbar zu machen und Kompetenzen zu vermitteln.

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Kreis Lippe Bist du bereit? – Wege zum Open Government

Die Digitalisierung und mit ihr Open Data, Smart Services und Co. bringen tiefgreifende Veränderungen für Politik und Verwaltung mit sich. Mit dem Zukunftskonzept »Lippe 2025« hat der Kreis Lippe im Frühjahr 2017 die Digitalisierung als Leitziel verankert und die stufenweise Umsetzung von Open Government beschlossen. Mit dem Pilotprojekt konnten erste Vorhaben realisiert werden, die dazu beitragen, die Themen Open Government und Open Data in den Kommunen im Raum Ostwestfalen-Lippe zu etablieren.

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Stadt Moers: Offene Daten in Schulen

Bereits seit 2013 erprobt die Stadt Moers im Projekt »DatenmachenSchule« gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Waal und dem Moerser Gymnasium Adolfinum den Einsatz offener Daten im Unterricht. Im Rahmen des Pilotprojektes wurden in Zusammenarbeit mit der Open Knowledge Foundation und Code for Niederrhein eine Projekt-Website und ein Leitfaden umgesetzt. Ziel des Vorhabens: ein technisches Thema derart zu vermitteln, dass Berührungsängste abgebaut werden können und Wege aufgezeigt werden, wie Lehrerinnen und Lehrer auch ohne programmiertechnisches Know-how offene Daten im Unterricht einsetzen können. So konnte Moers mit »DatenmachenSchule« Impulse für innovative Bildungsformate kreieren.

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Stadt Paderborn: Transparenz, Partizipation und Kollaboration über Open Data

Wie kommunale Geodaten sinnvoll eingesetzt werden können, zeigte die Stadt Paderborn neben einer Open Data Plattform mit gleich zwei Anwendungsprojekten: Zum einen beim Thema Windkraft und Bürgerbeteiligung, wo dreidimensionale Daten aus virtuellen Stadtmodellen genutzt wurden, um 3D-Visualisierungen zu Sichtbeziehungen und Schattenwurf von Windkraftanlagen zu erstellen. Zum anderen entwickelte die Stadt mit Partnern einen virtuellen Schulwegsimulator, durch den Kindern mit Virtual-Reality-Brillen den Umgang mit Gefahrensituationen auf ihrem Schulweg trainieren können.

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Gemeinde Stemwede: Etablierung und Ausweitung von Open Government Angeboten

Dass Open Government auch etwas für kleine Kommunen ist, zeigt die Gemeinde Stemwede mit ihren rund 13.000 Einwohnern. Mit der Erweiterung digitaler Bürgerservices um ein elektronisches Bezahlsystem und weiteren Online-Services wie z. B. eine Online-Anmeldung für Ferienspiele leistete Stemwede einen wertvollen Beitrag zur Digitalisierung und Öffnung der Verwaltung.

 

Gemeinde Kranenburg: Menschen online und offline zusammenbringen

Die Gemeinde Kranenburg, eine kleine Gemeinde an der deutschniederländischen Grenze zeigt mit ihrem interaktiven Dorfplatz »Mijnbuurtje-MIENTHUUS«, wie sie ihre verstreuten Ortsteile und die mehrsprachige Bevölkerung zusammenbringt. Der Dorfplatz verbindet die Menschen online wie offline und bietet eine Plattform für Austausch und Vernetzung. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden die Angebote des Online-Dorfplatzes u. a. mit einer sozialen Karte erweitert, die in Zusammenarbeit mit Institutionen, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern mit Inhalten gefüllt wird.

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Kolpingstadt Kerpen: Open Data – Veröffentlichung digitalisierter Archivalien und Medienbestände

In vielen Archiven schlummern historische Karten, Akten, Urkunden und Fotobestände aus den vergangenen Jahrhunderten. In der Kolpingstadt Kerpen hat man sich dazu entschieden neben den bestehenden Archiv-Portalen für Archivare und Experten, zusätzlich ein digitales und nutzerfreundliches Stadtarchiv zu schaffen, das interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eröffnet, Archivbestände online zu durchsuchen und herunterzuladen. Durch interaktive Dialogmöglichkeiten steht das Stadtarchiv nun in einem stetigen Austausch mit den Kerpener Bürgerinnen und Bürgern.

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Leitfaden

Der Leitfaden stellt die Projekte des Pilotprojekts Kommunales Open Government in NRW vor und gibt Hinweise und Ideen wie Open Government in Kommunen umgesetzt werden kann.

Zum Leitfaden als PDF

 

Weitere Berichte zum Pilotprojekt

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