Smart City Challenge in Düsseldorf

Smart City Challenge
Thursday, 25. October 2018

Smart City Challenge in Düsseldorf

Wie sehen digitale Lösungen für unsere Städte aus?

Am 20. und 21. September trafen sich über 200 Infrastrukturbetreiber, Vertreter von Städten und Kommunen, Gründer sowie Technologieunternehmen bei der zweiten Smart City Challenge des digihub Düsseldorf/Rheinland. Gemeinsam tauschten sie sich über den Megatrend „Smart City“ aus und entwickelten beim Pen & Paper Hackathon digitale Lösungen für unsere Städte.

Wie können digitale Lösungen dabei helfen unsere Städte bürgerfreundlicher, effizienter und nachhaltiger zu gestalten? Mit dieser Frage beschäftigen sich seit einiger Zeit nicht nur Technologieinteressierte und Startups sondern auch Städte und Infrastrukturbetreiber. Mit Technologien wie Blockchain, Künstlicher Intelligenz und Augmented Reality sind dabei große Hoffnungen verbunden. Doch die Entwicklung steht noch am Anfang. Die Smart City Challenge des digihub Düsseldorf/Rheinland soll diesen Entwicklungsprozess beschleunigen und dabei helfen, digitale Lösungen für die aktuellen Herausforderungen in unseren Städten zu finden. Die Praxiskonferenz mit Pen & Paper Hackathon brachte dafür alle relevanten Akteure zusammen und ermöglichte es zehn Teams in zwei Tagen innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zu gewinnen gab es einen Platz im Coworking Space Startplatz für drei Monate, ein einwöchiges Bootcamp sowie die Möglichkeit im Acceleratorprogramm Ignition teilzunehmen.

Von Kopenhagen lernen

Deutsche Städte stehen, was das Thema „Smart City“ angeht, häufig noch ganz am Anfang. Da sind andere Länder schon deutlich weiter. Die Stadt Kopenhagen hat sich beispielsweise das Ziel gesetzt bis zum Jahr 2025 die erste klimaneutrale Stadt der Welt zu werden. Um dieses ambitionierte Ziel zu erfüllen, setzen die Verantwortlichen der Stadt auf smarte Technologien. Um die Entwicklung neuer Lösungen und Technologien zu ermöglichen, stellt die Stadt große Datenmengen als offene Daten bereit. Kopenhagen wird dadurch zu einem Innovationslabor für Smart-City-Lösungen und zu einem interessanten Vorbild auch für deutsche Städte. Es war daher für die Teilnehmer der Praxiskonferenz sehr bereichernd, dass Oliver Hall, Head of Tech Investments von Copenhagen Capacity, in Düsseldorf vor Ort war und von seinen Erfahrungen berichtete. Im Anschluss stellten die zehn Hackathonpartner ihre Herausforderungen für die Smart City vor und leiteten so in den zweiten Teil der Veranstaltung über.

In zwei Tagen zur smarten Stadt

Bis zum nächsten Morgen hatten die zehn Teams Zeit, Lösungen für die Herausforderungen von Partnern wie SAP, der Stadtbücherei Düsseldorf oder dem Vermessungs- und Katasteramt der Landeshauptstadt zu finden. Bei einem Pen & Paper Hackathon steht dabei die Entwicklung von Mockups, Scribbles oder Prototypen im Fokus. Am Ende konnten drei Teams die Jury überzeugen. Das Siegerteam entwickelte eine digitale Lösung für die Stadtentwässerung von ECBM. Platz zwei belegte das Team, das für die Stadtwerke Düsseldorf eine zentrale Anlaufstelle mit Servicepoint für die Stadtteile vorstellte. Das dritte Gewinnerteam stellte ein innovatives Konzept für das BürgerRatHaus der Stadt Essen vor. Nun können die drei Teams ihre Preise nutzen, um ihre Lösungen weiter auszuarbeiten. Wir freuen uns schon jetzt auf die smarten Lösungen für unsere Städte in NRW.

Autor: Johannes Bayer
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