NRW startet mit der Digitalkonferenz durch

Foto Digitalkonferenz
Wednesday, 14. November 2018

NRW startet mit der Digitalkonferenz durch

Über 500 Teilnehmende diskutieren Entwurf der Digitalstrategie

Mit der Digitalkonferenz ging die umfassende Beteiligung zum Entwurf der Digitalstrategie.NRW in die nächste Runde. Über 500 Teilnehmende diskutierten in elf Sessions mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung über die zentralen Themen und Fragen der Strategie. Auch die digitale Verwaltung, Open Government und offene Daten waren Thema.

„Wir wollen die Digitalisierung von Nordrhein-Westfalen aus gestalten“, sagte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart zum Auftakt der Fachkonferenz. NRW habe Nachholbedarf bei der Digitalisierung. Damit der digitale Wandel gelinge, seien alle gefragt. Die Digitalstrategie.NRW steht daher im Zeichen der gemeinsamen Aufgabe, die Chancen der Digitalisierung zu erschließen und zu vermitteln. Unter Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten ist die Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen seit dem vergangenen Sommer in einem breiten Beteiligungsprozess diskutiert worden. Die Digitalkonferenz am 26. Oktober 2018 mit über 500 Teilnehmenden aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellte einen weiteren wichtigen Meilenstein dar.

Beteiligung – Online und Offline

Im Juli dieses Jahres stellte Minister Pinkwart den Strategieentwurf für das digitale Nordrhein-Westfalen der Öffentlichkeit vor. Der Landesregierung war es von Anfang wichtig, den Entwurf mit allen Interessierten zu diskutieren, um gemeinsam eine Strategie für ganz NRW zu erarbeiten. In der Online-Phase des Beteiligungsprozesses konnte der Entwurf unter www.digitalstrategie.nrw kommentiert und bewertet sowie verschiedene Fragen zu zentralen Themen diskutiert werden. Innerhalb von sechs Wochen gingen über 2.000 Rückmeldungen ein. Darunter fanden sich viele Ideen, Anregungen und Hinweise für die Weiterentwicklung der Digitalstrategie – beispielsweise ein Dokumentensafe für Informationen der Bürgerinnen und Bürger in Behörden.

Bei der Digitalkonferenz wurden diese Anregungen in elf Sessions weiter diskutiert. Ob im Rahmen von Worldcafés, Fishbowl-Diskussionen oder beim Brainwalk – die Konferenz bot zahlreiche Möglichkeiten, um zu den Themen der Digitalstrategie offline ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden nochmals alle Aspekte der Strategie, wie das erfolgreiche Wirtschaften und Arbeiten in der digitalen Welt oder Forschung und Innovation als Garanten des Fortschritts, aufgegriffen. In den Diskussionen konnten erneut viele hilfreiche Ergänzungen zum Entwurf gesammelt werden.

Digitale Verwaltung und Open Government im Gespräch

Natürlich wurde auch diskutiert, was die Digitalisierung für die Verwaltung in NRW bedeutet. In der Session „Digitale Verwaltung“ ging es zum einen um die öffentliche Verwaltung als Dienstleister und was es bedeutet, Verwaltung vom Kunden her zu denken. Dies wurde nicht zuletzt als eine Frage der eigenen Kultur und des Selbstverständnisses der Verwaltung gesehen. Eine digitale Verwaltung erfordere mehr als nur Portale und IT-Lösungen, sondern auch das Umkrempeln interner Prozesse. Zum anderen wurden in der Session auch Fragen nach Partizipation, Open Data und Transparenz in der Verwaltung zur Diskussion gestellt. Die Wichtigkeit von einheitlichen Standards, dem Konsolidieren von Portalen und dem Einbinden von breitem Know-how in Entscheidungsprozessen wurde hierbei mehrfach betont. Beim Thema „E-Government als Standortfaktor“ erwies sich Datensicherheit als das zentrale Erfordernis sowohl von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Unternehmen. Als weiteres Thema wurde das Onlinezugangsgesetz diskutiert – als Chance und Prüfstein für E-Government im föderalen Staat. Neben Schnittstellen für Kommunen ohne Portal zu vorhandenen Portalen brauche es niedrigschwellige, am Nutzerbedarf orientierte Angebote, um flächendeckend gutes E-Government auf kommunaler Ebene zu erreichen.

Weiterentwicklung der Digitalstrategie

Die Anregungen aus Online-Beteiligung und Fachkonferenz werden nun aufbereitet und fließen neben den schriftlichen Stellungnahmen der Verbände in die Endfassung der Digitalstrategie ein. Im Frühjahr 2019 soll sie vom Kabinett beschlossen werden. Doch auch danach wird die Beteiligung weitergeführt, um die Strategie kontinuierlich weiterzuschreiben. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sich auf der Webseite www.digitalstrategie.nrw über den aktuellen Stand informieren.

Wer schon vorher über die digitale Verwaltung in NRW diskutieren möchte, sollte das Offene Kommunen.NRW Barcamp am 17. und 18. November in Wuppertal besuchen. Dort wird die Geschäftsstelle Open.NRW eine Session zum Thema anbieten, um Inputs und Feedback aus der Digitalkonferenz nochmals zu spiegeln und zu vertiefen.

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