GeO FOR IT – Tag 1 beim #NRWHack 2017

Sonntag, 5. November 2017

GeO FOR IT – Tag 1 beim #NRWHack 2017

Beim NRW Hackathon stand dieses Jahr alles im Zeichen von offenen Geo- und Mobilitätsdaten

Am 3. und 4. November fand in Düsseldorf der dritte #NRWHack unter dem Motto „GeO FOR IT“ statt. Eine Besonderheit dieses Jahr: Statt einem Tag intensivem Coden gab es neben dem Coding-Samstag auch einen Geodaten-Freitag mit viel Input für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Vielfalt der Karten und Daten

In Kartendiensten und Mobilitätsanwendungen sieht man bereits heute, wie die Digitalisierung unser tägliches Leben vereinfachen kann. Straßenkarten und Stadtpläne auf Papier werden dagegen immer häufiger zu Gegenständen, die lediglich für Heimatmuseen interessant sind, wie es Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie bei der Eröffnung des NRW Hackathon auf den Punkt brachte. Aus diesem Grund war es naheliegend, für den dritten #NRWHack die Geo- und Mobilitätsdaten des Landes in den Mittelpunkt zu stellen und sich zu fragen: Welche kreativen Ideen und Geschäftsmodelle lassen sich aus diesen Daten entwickeln?

Echtzeitdaten von Verkehrsströmen, digitale Orthophotos oder die Datensätze des europäischen Erdbeobachtungsprogramms „Copernicus“ – die Möglichkeiten Nordrhein-Westfalen und die im Land stattfindenden Verkehre mittels Daten zu beschreiben, sind vielfältig. Um hier den Überblick nicht zu verlieren wurde Open.NRW beim dritten NRW Hackathon durch den GeoIT Round Table NRW, die Digitale Wirtschaft NRW, die Verkehrsverbünde des Landes und die DB mindbox unterstützt. Sie steuerten ihre Expertise bei und stellten in verschiedenen Panels ihre Datensätze vor.

Der Blick von oben

Man muss hoch hinaus, um sich ein Überblick verschaffen zu können. Beim Thema neue Geodatenquellen bedeutete das einen steilen Treppenaufstieg in den dritten Stock des Hauses der Universität in Düsseldorf. Trotz der vielen Stufen war das Interesse groß und der Raum voll. Einen ersten Blick von oben auf das Land lieferte André Caffier, Mitarbeiter des Innenministeriums, der die offenen amtlichen Geobasisdaten von Nordrhein-Westfalen vorstellte. Diese sind seit Anfang des Jahres kostenfrei verfügbar und reichen von digitalen Landschaftsmodellen über Gemarkungen und Flurstückkoordinaten bis zu digitalen Orthophotos. Wie man die Geobasisdaten in Webanwendungen nützen kann, erklärte Clemens Portele, Geschäftsführer der interactive instruments GmbH. Noch weiter in den Himmel ging es dann mit Thore Fechner von conterra. Er stellte die Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms „Copernicus“ vor. Mit Hilfe dieser Satellitendaten können beispielsweise Überschwemmungsgebiete identifiziert oder Veränderungen in der Landschaft beobachtet werden.

Im Anschluss konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst Hand an die Daten leben. Im Geodaten-Bootcamp sollte – ganz im Sinne des Begriffes „to boot“ – das Wissen über den Umgang mit Geodaten langsam hochgefahren werden. Der leichte Einstieg stand im Mittelpunkt.

Offene Mobilitätsdaten

Wenn man nicht nur wissen will, wo man steht, sondern auch, wohin man geht, braucht man neben den Geobasisdaten auch Mobilitätsdaten. Für viele Nutzerinnen und Nutzer steckt gerade im Zusammenspiel dieser Daten ein besonderer Mehrwert. Daher war es nur Logisch, dass im parallel angebotenen Panel die offenen Mobilitätsdaten im Mittelpunkt standen. Auch hier war der Raum voll und das Interesse groß, denn mit den Verkehrsverbünden und der Deutschen Bahn, waren die wichtigsten Mobilitätsanbieter des Landes vor Ort. Die Perspektive der Entwickler und Anwender der Daten brachten Stefan Kaufmann und Ernesto Ruge von der OKF Open Transport Group ein. Trotz unterschiedlicher Perspektiven war beiden Seiten klar: Offene Daten im Bereich der Mobilität sind wichtig und bieten ein großes Potential Menschen in NRW den Weg von A nach B zu vereinfachen.

Let’s start up

Vom Datensatz zur Idee – und dann? Mit den Panels konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich bereits ein umfangreiches Bild machen, wo am nächsten Tag beim Coding-Samstag die Reise hingehen könnte. Doch eine gute Idee endet nicht beim Publikumsvoting und der anschließenden Preisverleihung. Der NRW Hackathon ist vielmehr der Startschuss, um anschließend aus den erarbeiteten Konzepten funktionierende Anwendungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Doch wie wird aus einer Idee ein Geschäftsmodell und wer hilf einem auf diesem Weg? Diese Frage beantworteten am Abend Clemens Gaider von 1stMOVER sowie vom Digital Innovation Hub Düsseldorf, Sebastian Sooth von der DB mindbox und Stephan Leppler, Gründer von Motion Tag. Alle drei Experten waren sich einig: Entscheidend ist nicht nur die Idee, sondern vor allem das Team und deren Motivation.

Welche Teams sich beim #NRWHack zusammengefunden haben und mit welcher Idee sie das Publikum überzeugen konnten, erfahren Sie im Bericht zum zweiten Tag.

Die Vorträge

Neue Geodatenquellen

André Caffier - Offene amtliche Geobasisdaten

Clemens Portele - Einfach gemacht. Geobasisdaten in Web­ anwendungen nutzen

Dr. Thore Fechner - Copernicus­ Daten: Rising stars am Open­Data­ Himmel

Offene Mobilitätsdaten

Fred Kröll - Open Data im Nahverkehr in NRW

Ernesto Ruge & Stefan Kaufmann - Daten von ÖPNV, Sharing & Co. für bessere Mobilität – aus Sicht der Daten­ Community

Sebastion Sooth & Dr. Tina Tausch - DB Open Data — Erfahrungen aus 2 Jahren, 8+ Hackathons und 35 Mio. Datensätzen

Starting up

Dr. Klemens Gaida - Förderung und Finanzierung von Startups in der Praxis

Sebastian Sooth - DB mindbox Überblick

Stephan Leppler - MotionTag

 

Zugänge, Datensätze und Ressourcen

Geobasisdaten

Daten der DB

Copernicus Daten

Nahverkehr NRW

Dokumentation

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