Zusammenarbeit

Open.NRW_Information-Zusammenarbeit

Zusammenarbeit

Jeder in NRW ist auf seine Art ein Experte, sei es durch sein Studium, seinen Job oder sein Hobby. Darin liegt ein großer Schatz an Wissen und Erfahrung, den die Landesregierung künftig stärker nutzen will - für sich und für alle Menschen im Land.

Frank Jäger kann sich noch genau erinnern, es war 2007 auf einer Konferenz in Berlin-Adlershof. Diverse Professoren klagten, ihnen würde Kartenmaterial fehlen, mit denen ihre Studierenden arbeiten können. Dann hielt jemand einen Vortrag über Open Street Map, ein Onlineangebot über das Geodaten kostenfrei verfügbar sind – gesammelt und verarbeitet von Ehrenamtlichen. Frank Jäger ist als Vermessungsingenieur nicht nur von Berufs wegen an dem Thema interessiert, er ist auch sehr mit seiner Heimat Bad Salzuflen verwurzelt und beschließt, ein OSM-Mapper zu werden und selbst Daten zu sammeln. Er kauft sich ein GPS-Gerät und schwingt sich auf sein Fahrrad.

Die Idee hinter Open Street Map ist simpel. Freiwillige in aller Welt sammeln (GPS-) Daten über Straßen, Eisenbahnen, Flüsse, Wälder, Häuser und vieles mehr. Aus den ganzen Einzeldaten ergibt sich Stück für Stück ein großes Gesamtbild. Daraus entstehen Listen und Karten die jeder kostenfrei nutzen darf. Mittlerweile hat Open Street Map weltweit über 3 Millionen Mitglieder und es gibt sogar richtige „Mapping Partys“, bei denen mehrere Leute gemeinsam ein Gebiet systematisch abfahren.

Wie man an dem Beispiel Open Street Map sieht, haben viele Menschen Lust, mit ihrem Wissen Innovationen und Entwicklungen gemeinschaftlich voranzutreiben. Die Verwaltung kann solche offenen Prozesse unterstützen und sich selbst mit eigenem Know-How einbringen. Im Fall Open Street Map liefert der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) beispielsweise seine Daten zu Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen an die Community. Im Gegenzug profitieren die Landesverwaltungen und Kommunen vom Wissen und Einsatz der vielen.

Zusammen arbeiten in NRW

Auch an vielen weiteren Stellen schafft die NRW-Landesregierung bereits den notwendigen Raum für eine offene und experimentelle Zusammenarbeit. Mit dem NRW-Hackathon wird beispielsweise einmal im Jahr ein unverbindlicher und kreativer Austausch zwischen Verwaltung und externen Experteninnen und Experten ermöglicht, der bereits viele Ideen und Anwendungen hervorgebracht hat, die das Leben in Nordrhein-Westfalen erleichtern, verbessern oder verschönern.

Neben der punktuellen Zusammenarbeit ist die Verwaltung in NRW aber auch am kontinuierlichen und offenen Austausch interessiert. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat ein Online-Portal entwickelt, das genau das ermöglicht. Interessierte Bürgerinnen und Bürger und Fachleute können gemeinsam ihre Beobachtungen zu Arten- und Biotopschutz zusammentragen, in Chatrooms diskutieren und sich in Wikis und Blogs zum Thema informieren, und werden so in die Erschließung von Naturschutzgebieten eingebunden.

Digitale Werkzeuge können aber auch für die Vernetzung und Zusammenarbeit vor Ort genutzt werden. Das Modellprojekt „Bürger vernetzen Nachbarschaften. Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel“ schafft Möglichkeiten für die Menschen in NRW den digitalen Wandel in ihre Heimat lokal, sozial und inklusiv zu gestalten.

Mit Projekten wie diesen zeigen, dass Methoden und Ansätze offener Innovationen auch für die Landesregierung und die Verwaltung in NRW interessant sind. Die Einbindung externer Zielgruppen wie Expertinnen und Experten, Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmerinnen und Unternehmer ermöglicht besseres Verwaltungshandeln, insbesondere bei komplexen Problemen. Zudem hilft die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteuren, die Nutzerfreundlichkeit von Verwaltungsangeboten signifikant zu erhöhen. Von den Ergebnissen können die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft dann wieder profitieren. Über die ersten Früchte dieser Arbeit können Sie unter „Zusammenarbeit“ informieren.

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