Mehr Zusammenarbeit mit den OK Labs

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Dienstag, 19. Januar 2016

Mehr Zusammenarbeit mit den OK Labs

OK Labs in Nordrhein-Westfalen

Im neuen Jahr setzen wir unsere Serie fort: die OK Labs in Nordrhein-Westfalen. Durch die Neuzugänge Open Ruhr, Niederrhein und Düsseldorf in NRW, werden wir natürlich weiterhin berichten. 

Vielen Dank, dass Sie sich für Open.NRW und ein Gespräch Zeit nehmen. Können Sie uns ein wenig über die Entstehung des OK Labs in Köln erzählen? Wer steckt hinter dem OK Lab Köln?


Organisatoren des OK Lab Köln sind Marcel Belledin und Patricia Ennenbach. Weitere regelmäßige Teilnehmer sind Karen Schwane, Horst Meyer, Patrick Maué und Wolfram Eberius. Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Bereichen: Journalismus, Software Entwicklung, Design, usw.

Wie viele Mitglieder hat das OK Lab und wie oft finden Treffen statt?


Das OK Lab wird über meetup.com organisiert. Hier sind zurzeit 232 Personen als Mitglieder der Gruppe registriert.
Die Kerngruppe der regelmäßigen Besucher besteht aus circa sechs Leuten. Abgesehen davon kommen aber öfter mal zu einzelnen Treffen Interessierte vorbei um sich mit uns auszutauschen, ihre Projekte vorzustellen und Rat einzuholen.


Welche Projekte finden derzeit im OK Lab Köln statt?


- Darstellung von Spielplätzen und Schulen in Köln
- Visualisierung möglicher Fahrrad-Routen auf Basis der KVB-Leihfahrräder.
- Weiterentwicklung des volunteer-planner.org
- Mentoren/ Coaches z.B. bei Jugend-Hackt, CoderDojo, DjangoGirls

Gibt es schon Projektideen oder Vorhaben für 2016?


Wir würden uns gerne in 2016 stärker mit der Nutzung des Stadtraums durch Fahrräder auseinandersetzen. Weitere Projekte werden sich an aktuell durch Open Data Köln zur Verfügung gestellten Daten orientieren.

Sind Sie mit den anderen OK Labs in NRW oder auch bundesweit vernetzt? Finden Kooperationen statt?


Die OK Labs in Deutschland sind alle Teil des Projekts Code for Germany, das von der Open Knowledge Foundation organisiert wird. Die einzelnen Labs stehen über Mailinglisten und Social Media miteinander in Kontakt und die Lab Leads treffen sich regelmäßig um sich auszutauschen.
Nächstes Jahr wollen wir uns in Köln noch mehr der konkreten Zusammenarbeit mit anderen OK Labs widmen. Es gibt Pläne, uns innerhalb NRW und darüber hinaus besser zu vernetzen und gemeinsame Projekte anzustoßen. Es gibt viele Datensätze, die in allen Städten mehr oder weniger gleich sind und viele Interessen, die uns mit den anderen Labs in NRW verbinden, zum Beispiel die Themen Fahrräder und Mobilität.

Was müsste Ihrer Meinung nach passieren, damit das Thema Open Data in der breiten Öffentlichkeit aber auch in der Politik besser angenommen wird?


Dass die Daten schneller, besser, einheitlicher und aktueller den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Zurzeit gibt es noch zu viele “Baustellen” und unvollständige Projekte. Viel Zeit fließt bei uns in die Aufbereitung der Daten und für die Kommunikation ist dann nicht mehr genug davon da.

Gibt es noch mehr, was NRW in diesem Bereich tun kann?


Ein bislang wenig diskutiertes Thema ist die Infrastruktur, die notwendig ist, um dynamische Applikationen mit z.B. Backend betreiben zu können. Zurzeit sucht sich jedes Projekt (irgend)einen Platz im Internet, oder investiert selber in die Infrastruktur, um Ergebnisse präsentieren zu können.

Haben Sie Tipps für Open.NRW? Wie können wir die Zusammenarbeit und das Thema Open Data weiter voranbringen?


Eine große Herausforderung im ehrenamtlichen Engagement ist die notwendige Zeit zur Erstellung von Lösungen auf Basis von Open Data. Aufwendige Software Projekte sind kaum von Einzelpersonen in akzeptabler Zeit neben Beruf und Familie zu bewältigen. Aus diesem Grund könnte die Bündelung von Kräften, evtl. über die OK Labs hinweg, zu kürzeren Entwicklungszyklen führen. Hierfür ist die Kommunikation auf persönlicher Ebene eine gute Gelegenheit, gemeinsame Projekte zu planen und umzusetzen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das BarCamp von Offene Kommunen NRW.

Was würden Sie sich für die Zukunft für Open Data wünschen?


Mehr Zusammenarbeit von anderen OK Labs aber auch von den Gemeinden, um nicht für jede Stadt eigene Daten zu haben die nicht austauschbar sind, weil für das gleiche Thema unterschiedliche Datenformate verwendet werden.

Vielen Dank für das Gespräch!

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