#MSHACK17 – Hacken für eine lebenswerte Stadt Münster

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Donnerstag, 30. November 2017

#MSHACK17 – Hacken für eine lebenswerte Stadt Münster

Am 11. November hat die regionale Tech-Szene mithilfe offener Daten gemeinsam Ideen und Prototypen für Münster entwickelt.

Infos über das eigene Stadtviertel, eine Sharing-Plattform oder Prognosen der Busverspätung: Die rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten MÜNSTERHACK hatten vielfältige Ideen, wie die Stadt Münster noch lebenswerter werden kann. Der Hackathon war ein Meilenstein des Projektes „Lebenswerte und digitale Stadt Münster“, das als eines von zehn kommunalen Projekten im Rahmen von Open.NRW und dem Pilotprojekt „Kommunales Open Government“ vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

Münster ist eine sehr lebenswerte Stadt. Das weiß jeder, der der westfälischen Metropole bereits einen Besuch abgestattet hat. Damit das auch weiterhin so bleibt, hat die Stadt das Projekt „Lebenswerte und digitale Stadt Münster“ ins Leben gerufen. Der MÜNSTERHACK welcher am 10. und 11. November stattfand, war Teil dieses Projekts. Ausgerichtet wurde er vom Digital Hub münsterLAND in Kooperation mit der items GmbH unter Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Stadtwerken unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Markus Lewe.

Offene Daten für die Region

Rund 45 Entwicklerinnen und Entwickler, Studierende sowie Stadtentwicklerinnen und -entwickler kamen in Münster zusammen, um mithilfe offener Daten Ideen und Prototypen zu entwickeln, die das Leben in Münster (noch) lebenswerter gestalten. Damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mit den nötigen Daten der Stadt versorgt werden konnten, waren einige Vertreterinnen und Vertreter von Münsters städtischem IT-Dienstleister citeq beim MÜNSTERHACK dabei. Bereits im Vorfeld des Hackathons stand citeq im regelmäßigen Austausch mit der Hacker-Initiative „Code for Münster“, um Bedarfe an Open Data zu ermitteln und möglichst attraktive Datensätze für die Teilnehmenden des Hackthons zur Verfügung zu stellen. Unter dem Schwerpunkt des kommunalen Pilotprojektes „Lebenslage Familie“ wurden insbesondere Daten bereitgestellt, die für Münsteraner Familien von Bedeutung sind.

Die Gewinner: Bus Reality, LeihLeeze und Familien Dashboard

Zwei Tage lang arbeiteten neun Teams mit hohem Engagement und Kreativität an ihren Ideen für eine lebenswerte Stadt. Zur Abschlussveranstaltung am Samstag kamen rund 200 Gäste in der neuen Kantine der Stadtwerke zusammen, um die Präsentationen der Hacker-Teams zu verfolgen. Unter Begeisterung der Anwesenden wurden die drei Gewinner-Teams des MÜNSTERHACKS von einer vierköpfigen Jury anhand der Kriterien Innovationsgrad, Nachhaltigkeit, Nutzen für den Standort Münster sowie Qualität des Abschlusspitches gekürt. Auf dem dritten Platz landete das Team „Familien Dashboard“, das lokale Daten miteinander verknüpft und Bürgerinnen und Bürger darüber informiert, was derzeit im eigenen Stadtviertel passiert und ansteht. Der zweite Platz ging an das Team von „LeihLeeze“, das eine Sharing-Plattform für Fahrräder von Privatpersonen aufbauen möchte (Hinweis an alle Nicht-Münsteraner: „Leeze“ ist der regionale Begriff für ein Fahrrad). Als Gewinner des MÜNSTERHACKS kürte die Jury das Team von „Bus Reality“, das mithilfe eines Machine-Learning-Ansatzes Vorhersagen zu Busverspätungen trifft und via Infosäulen an allen Bushaltestellen kommuniziert.

Open Data in Münster: Wie geht es weiter?

Die Gewinner-Teams dürfen sich doppelt freuen: Neben Geldpreisen sind sie dazu eingeladen, ihre Ideen bei der Stadtverwaltung vorzustellen, um Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen und Austausch zu schaffen. Für Astrid Reich und Karlheinz Werger, Projektleiter für den Bereich Open Data bei citeq, steht fest: Das Pilotprojekt soll erst der Anfang sein. Die Stadt Münster möchte das Thema Open Government weiter vorantreiben und das Open-Data-Angebot nachhaltig ausbauen. Der Grundstein für eine engere Zusammenarbeit mit der Tech-Community wurde durch den MÜNSTERHACK erfolgreich gelegt.

Weitere Informationen zum Thema Open Data in der Stadt Münster finden Sie hier.

Autor: Sarah Stuberg
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