Open.NRW ist online

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Montag, 16. März 2015

Open.NRW ist online

Manch einer hat darauf gewartet, andere fragen sich „Was ist das eigentlich?“ Das Open.NRW Portal ist gestartet. Es verspricht offenen Zugang zu vielen Daten der Landesregierung und Möglichkeiten zum Mitreden und Mitgestalten.      

Anfang des Jahres (2015) hat eine Studentin die Open.NRW Geschäftsstelle angeschrieben. Für ihre Seminararbeit hat sie sich nach sogenannten E-Konsultationsverfahren erkundigt, also Möglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger, sich über das Internet an Regierungsentscheidungen zu beteiligen. Bei ihrer Recherche auf den Seiten der Landesverwaltung ist sie nicht wirklich fündig geworden.

Angebote zum Mitgestalten sind jetzt gebündelt und übersichtlich


Tatsächlich hat die Landesregierung schon mehrere solcher Verfahren angeboten. Studenten konnten ihr Hochschulgesetz mitgestalten oder Bürger konnten sich online an der Entwicklung einer Nationalen Geoinformationsstrategie beteiligen. Was bisher fehlte war ein zentrales Portal auf dem man gebündelt solche Angebote finden kann. Wenn nicht einmal die Studentin bei ihrer Recherche einen Überblick gewinnen konnte, wie soll dann der Bürger schnell auf die Themen stoßen, die ihn interessieren?
Das soll sich jetzt ändern. Alle Projekte der Landesregierung, bei denen die Menschen in Nordrhein-Westfalen mitreden und mitgestalten können, sollen künftig auf dem Open.NRW Portal vorgestellt werden.

Landesregierung öffnet ihre Daten

Doch Open.NRW ist mehr als das. Worauf vor allem App-Entwickler, Softwareunternehmen, Wissenschaftler oder auch Daten-Journalisten gewartet haben, sind die offenen Daten. Bei der Arbeit der Landesverwaltung fallen täglich interessante Daten rund um das Leben in NRW an, von der Bevölkerungsentwicklung bis hin zur Anzahl der Pendler in den einzelnen Kommunen. Auf dem Open.NRW Portal stellt die Landesregierung solche Daten aktiv zur Verfügung, kostenlos und übersichtlich. Natürlich sind nicht alle Daten der Landesverwaltung sofort verfügbar. Das Portal wird daher Stück für Stück durch neue Datensätze erweitert.

Landesregierung setzt auf Zusammenarbeit


Open.NRW, das bedeutet auch ‚Zusammenarbeit‘, Experten, die sich miteinander austauschen können oder Bürger, die sich mit ihrem Wissen und Engagement aktiv einbringen können. Ein neues spannendes Projekt ist aktuell gestartet. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bindet interessierte Bürgerinnen und Bürger und Fachleute in die Erschließung von Naturschutzgebieten ein. Auf einer Plattform im Internet können sie gemeinsam ihre Beobachtungen zu Arten- und Biotopschutz zusammentragen, in Chatrooms diskutieren und sich in Wikis und Blogs zum Thema informieren. Sobald es Neuigkeiten zu diesem oder anderen Projekten gibt, informiert das Open.NRW Portal.

Der lange Weg zur offenen Regierung


  „Wir brauchen (…) mehr aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, mehr Transparenz von Politik und Verwaltung, mehr Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Verbänden“, hat Hannelore Kraft im September  2012 in ihrer Regierungserklärung betont. Seitdem ist viel passiert.
Es gab ein Zukunftsforum, bei dem die Bürger selbst ihre Ideen zu einer „offenen Landesregierung“ einbringen konnten, Dialogwerkstätten mit Datenjournalisten, es wurde eine Open.NRW Geschäftsstelle eingerichtet und jedes Ministerium hat einen Ansprechpartner benannt, der sich in seinem Bereich konkret um die Umsetzung von Open.NRW kümmert. Der Start des Open.NRW Portals ist nur ein weiterer, aber ein ganz wichtiger Schritt auf dem langen Weg zu einer offenen Landesregierung.

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