Regierung und Gesellschaft auf dem Weg zu offenen Daten

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Dienstag, 7. Juli 2015

Regierung und Gesellschaft auf dem Weg zu offenen Daten

Rückblick: 3. Zukunftskongress Staat und Verwaltung 2015 im Zeichen der digitalen Revolution

Wie kann die digitale Revolution in Staat und Gesellschaft vorangetrieben werden? Wie gehen Bund, Länder und Kommunen dabei vor? Welche Strategien sind erfolgreich? Antworten auf diese und weitere Fragen diskutierten Besucherinnen und Besucher beim dritten Zukunftskongress in Berlin.

Am 23. und 24. Juni kamen über 1.300 Interessierte verschiedener Verwaltungsebenen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ins bcc Berlin Congress Center. Nationale und internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Industrie und Beratung beleuchteten Themen rund um Verwaltungsmodernisierung und die Zukunftsfähigkeit des Staates. Am Ende des Kongresses waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: Eine innovative und digitalisierte Verwaltung verbessert den Service und schafft mehr Transparenz und Partizipation.

Digitalisierung fördert Transparenz und Teilhabe

Die Themen Bürgerbeteiligung und Open Data standen daher auch im Plenum zur Debatte. Hartmut Beuß, Beauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Informationstechnik (CIO), war vor Ort dabei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten den Kulturwandel hin zu einem gelebten Open Government. Dieser verlange Geduld, so die Anwesenden. Denn der Weg sei eine langfristige Aufgabe – aber dennoch lohnend. Open Data sei ein erster wichtiger Schritt, der dazu führe, dass Verfahren und politische Entscheidungen transparent werden. Die Diskutanten betonten, dass im gesamten Verlauf verantwortungsvoll mit dem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger umgegangen werden müsse. Es gelte, sie mitzunehmen und allen eine Beteiligung zu ermöglichen.
Wie der Weg zu einer modernen Verwaltung aussehen kann, zeigten Frau Dr. Helene Groß vom Bundesministerium des Innern und Björn Fleischer, Mitarbeiter der Geschäftsstelle Open.NRW im Innenministerium Nordrhein-Westfahlen. Im Mittelpunkt ihres Best-Practice-Dialogs Open Data standen Erfahrungen, die bisher im Bund und in Nordrhein-Westfalen gemacht wurden.
Dr. Groß berichtete von den Aktivitäten des Bundes rund um den Open-Data-Aktionsplan der Bundesregierung , das GovData-Portal und den aktuellen Open-Data-Dialog, in dem Ideen zu Open Data gesammelt und ein Austausch zwischen Nutzern und Bereitstellern gefördert werden. Fleischer erläuterte das Ziel hinter der Open.NRW-Strategie: „Wir wollen eines schaffen: In NRW soll es ‚normal‘ werden, Verwaltungsdaten zu veröffentlichen, sich gemeinsam über Gesetze auszutauschen und in Expertenfragen zusammenzuarbeiten.“ Auf dem Weg zur digitalen Verwaltung sei es zudem wichtig, so Fleischer, dass die Aspekte des Open Government mit berücksichtigt werden, denn E-Government und Open Government seien untrennbar miteinander verbunden. „Wenn die Prozesse in der Verwaltung erst einmal digitalisiert sind, dann ist die Umsetzung der Open.NRW-Strategie nur noch einen Mausklick entfernt.“

Der Zukunftskongress

Der Kongress findet seit 2013 jährlich statt und gilt deutschlandweit als Leitveranstaltung für E-Government und Verwaltungsmodernisierung. Auch in diesem Jahr standen vier Themenfelder auf dem Programm, an denen die zwölf Zukunftsforen inhaltlich ausgerichtet wurden. Die zweitägige Veranstaltung wird von der Wegweiser Media & Conferences GmbH in Berlin organisiert und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Innern, Dr. Thomas de Maizière. Weitere Informationen zum Zukunftskongress finden Sie hier.

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