Workshop zu Digitalisierung und Ehrenamt

alice-achterhof-85968.jpg
Dienstag, 4. Oktober 2016

Workshop zu Digitalisierung und Ehrenamt

Was macht die Digitalisierung mit uns – und was machen wir mit der Digitalisierung? Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport hat viele interessante und nützliche Ideen gesammelt. Und so geht es jetzt weiter…

Ilja Waßenhoven hat ein interessantes Phänomen beobachtet. Viele Sportvereine in Nordrhein-Westfalen klagen über zu wenige Ehrenamtliche, die Nachfrage nach Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren, steigt hingegen stetig. „Das passt nicht zusammen“, denkt sich Waßenhoven, Vorstandsmitglied des Landessportbundes. Im Onlinedialog des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport berichtet er von der Idee einer Ehrenamtsplattform mit Nachrichten-, Terminfindungs- und Veranstaltungsplanungsfunktionen.

Es ist eine von vielen nützlichen Ideen, wie man die Digitalisierung für das gesellschaftliche Miteinander nutzen kann. In den vergangenen Wochen sind zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Expertinnen und Experten und Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen dem Aufruf des Familienministeriums gefolgt und haben ihre Ideen und Vorschläge rund um eine digitalisierte Lebenswelt eingebracht. Unter dem Titel „Lebensbildung.digital“ konnte sich jede/r beteiligen, persönlich in einem Denklabor oder im Onlinedialog. „Gemeinsam mit den Menschen in Nordrhein-Westfalen möchten wir die digitalen Lebenswelten aktiv gestalten“, erklärt Ministerin Christina Kampmann. „Dabei geht es vor allem um eines: Mit dem ‚Zusammendenken‘, der Unterstützung und Kreativität vieler wollen wir etwas bewegen – für soziale Innovationen im Zeichen der Digitalisierung.“ Inzwischen sind alle Ideen und Kommentare gesichtet und ausgewertet. Damit geht Lebensbildung.digital in die nächste Runde.

KommMach.nrw am 12. Oktober

Am 12.Oktober findet in Düsseldorf ein Workshop statt, in dem die Ideen aus dem Projekt weitergedacht und weiterentwickelt werden. „Da sich gleich mehrere Vorschläge mit der Förderung bürgerschaftlichen Engagements beschäftigt haben, wollen wir dieses Thema in dem Workshop weiter ausarbeiten und uns auch Gedanken über eine konkrete Umsetzung machen“, sagt Eva Bertram, Referatsleiterin für politische Planung im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. Unter dem Motto „KommMach.nrw“ steht eine zentrale Frage im Mittelpunkt:

„Wie sieht ein digitales Tool aus, das bürgerschaftliches Engagement unterstützt, Ideen und Ressourcen vernetzt und so neue Formen des Miteinanders aller Akteure hervorbringt?“

Wer Lust hat, gemeinsam mit anderen Interessierten Antworten auf diese Frage zu finden und zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern des NRW-Familienministeriums an der Entwicklung eines solchen Tools mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen.

KommMach.nrw: Infos und Anmeldung

Autor: Katharina Matzke
  • Deutsch
  • English