Wunderbox soll Open Data Community vernetzen

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Freitag, 17. Juni 2016

Wunderbox soll Open Data Community vernetzen

Round Table mit Entwicklern und Datenbereitstellern

Die einen brauchen die Daten, die anderen haben sie. Wenn Entwickler auf Datenbereitsteller treffen, dann gibt es die besten Ideen. Oder was bitteschön ist eine Wunderbox?

Eine App zur Stadtgeschichte, eine Sport App, ein Onlinequartett für den Erdkundeunterricht - der erste Open.NRW Hackathon  hat gezeigt, was für tolle Ideen sich durch offene Daten verwirklichen lassen. So eng wie an diesem Tag haben das Land und die Entwickler aus Nordrhein-Westfalen noch nie zusammengearbeitet. Jeden Tag ein Hackathon, das geht leider nicht, aber der Austausch zwischen Datenbereitstellern und Datennutzern soll trotzdem funktionieren - und zwar das ganze Jahr.
Wie das gehen kann? Mit der sogenannten Wunderbox. Sie ist das Ergebnis eines Round Table der Open Data Beauftragten von Open.NRW und Kommunen mit Entwicklern aus den OK Labs, den regionalen Gruppen der Open Knowledge Foundation.  „Es sind nicht alle Entwickler, wie die OK Labs, über einen Verein organisiert“, sagt Dr. Timo Wandhöfer, Referent für Open Data bei Open.NRW. „Viele agieren im Kleinen und haben trotzdem grandiose Ideen. Wir wollen allen Entwicklern und jedem, der sich für offene Daten interessiert, die Chance geben, sich untereinander und mit uns als Datenbereitsteller auszutauschen.“

Die Wunderbox

Als Plattform hierfür könnte das Open.NRW Portal dienen. Fest steht: Die Wunderbox sollte diverse Möglichkeiten des digitalen Austauschs bieten. Wie genau das aussehen könnte, dafür gibt es viele Ideen, die in den nächsten Wochen sortiert, diskutiert, ergänzt und ausgearbeitet werden. Nach dem Muster eines sozialen Netzwerks könnten sich Entwickler, Datenbereitsteller und alle, die sich für offene Daten interessieren vorstellen und vernetzen. Über Etherpads  könnten sie zum Beispiel gemeinsam ihre Ideen schriftlich ausarbeiten.

Wer braucht die Wunderbox und wofür?

Welche Köpfe würden sich in der Wunderbox wiederfinden und was haben sie für Erwartungen? „Das herauszufinden, ist ganz wichtig, denn wir wollen den Nutzern eine Plattform anbieten, die sich genau an ihren Wünschen und Bedürfnissen orientiert“, erklärt Wandhöfer. Deshalb hat er gemeinsam mit den Entwicklern der OK Labs, den Open Data Beauftragten der Kommunen und der IT Firma con terra Musterpersonen entwickelt. Da ist zum Beispiel der engagierte Gymnasiallehrer, der Open Data in seinen Unterricht integrieren möchte, aber nicht weiß, wie. Vielleicht kann ihm der Open Data Beauftragte seiner Kommune dabei helfen. Auf der anderen Seite steht der Entwickler, der für die Arbeit an einer Lernapp dringend noch Didaktiker sucht. Der Unternehmer sucht Nachwuchsentwickler mit guten Ideen, der Verwaltungsangestellte will die Daten seiner Behörde mit anderen teilen und eine Studentin sucht ein spannendes Open Data Projekt für ihre Masterarbeit.

Das wollen die OK Labs

Das sind die Bedürfnisse der  Musterpersonen. Und wie sehen die tatsächlichen Erwartungen an die Wunderbox aus? „Wir hoffen, über die Wunderbox Kontakt zu anderen Akteuren im Bereich Open Data aufzubauen“, erklärt Dr. Christian Knebel, Mitbegründer des OK Labs Düsseldorf. Außerdem ist es ihm wichtig, transparent über Daten und deren Verwendung und auch die aktuelle Diskussion in der Verwaltung informiert zu werden. Ähnlich sehen auch die Vorstellungen seiner Kollegen aus den anderen Labs aus. Viele wünschen sich eine Plattform, um Kontakte zu knüpfen, das eigene Projekt bekannt zu machen oder auch Sponsoren zu akquirieren, um nachhaltig arbeiten zu können.
Die Verwaltungsmitarbeiter wünschen sich zum Beispiel, durch den Austausch mit Kollegen und der Community, verwandte Projekte zu finden, um weitere Perspektiven zu erhalten.

Von der Innovation bis zur offenen Nachnutzung

Die Wunderbox könnte nicht nur neben Hackathons und Workshops all diese Menschen miteinander vernetzen und beim Austausch und der Entwicklung offener Daten unterstützen, sondern auch als Showroom für Anwendungen und Prototypen dienen. „Darin könnten Entwickler zum Beispiel Unternehmen auf ihre App aufmerksam machen“, erklärt Thore Fechner, Software Engineer bei con terra. „Und die Arbeiten der Community würden an einer zentralen Stelle bekannt gemacht, zur Verfügung gestellt oder verlinkt.“

Wünsche an die Wunderbox: Jeder kann mitreden

Und was wünschen sich Wissenschaftler/Innen, Unternehmer/Innen, Lehrer/Innen, Schüler/Innen und alle anderen? Wie könnte eine Wunderbox mit den Daten von Open.NRW aussehen? Wer Ideen hat, kann diese gern einbringen. Bei dem zweiten Open.NRW Hackathon am 03.September 2016 wird es einen weiteren Austausch zur Wunderbox geben. Jeder ist herzlich Willkommen. Genaue Infos dazu gibt es demnächst hier auf dem Portal.
Und auch der Round Table für Entwickler und Datenbereitsteller kann noch Verstärkung gebrauchen. Wann das nächste Treffen stattfindet und wie man sich anmelden kann, erfahren Sie auch hier auf dem Portal.
 

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